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Nationalpark Jasmund

 
Im Rausch der Sinne: Mit guidePORTs zur individuellen Erlebnistour
 

Kopfhörer auf, Startknopf gedrückt und die Zeitreise beginnt. In der Erlebnisausstellung des Nationalparks Jasmund merkt der Besucher schon nach wenigen Metern: Hier lernt man nicht nur etwas über die Geschichte Rügens, hier erlebt man sie, und zwar mit allen Sinnen. Denn die Exponate in der Jasmunder Ausstellung kann man sehen, riechen, fühlen und per Audio-Guide vor allem auch hören.

 

Die Kälte eines Eiszeitgletschers auf der Haut zu spüren ist das eine – dabei auch noch das tosende Meer eines stürmischen Wintertags zu hören, verschafft Gänsehaut. Eine nahezu perfekte Illusion. Auf 2000 Quadratmetern macht das Audio-System guidePORT von Sennheiser Geschichte zum individuellen Erlebnis. Seit 2001 bietet der führende Hersteller von Audio-Systemlösungen diese Technik für individuelle Audioführungen an. guidePORTs bestehen aus einem Kopfhörer und einem kabellosen, 180g leichten Empfangsgerät, das den Besucher komfortabel begleitet. Er kann es sich umhängen oder es am Gürtel tragen. In Jasmund kommt das Modell EK 3200-4-1 zum Einsatz, das besonders einfach zu bedienen ist. Mit nur vier Tasten kann der Anwender die Lautstärke nach seinen Bedürfnissen regulieren sowie Informationen stoppen oder wiederholen. Das Abspielen der Audiodateien wiederum erfolgt automatisch. Ebenso wie das Empfangen von Stereo-Signalen, passend zu den Video- und Multimediastationen. Für den Besucher unsichtbar, ist dafür in der Nähe der Exponate ein so genannter Identifier angebracht. „Rund um den Identifier befindet sich ein schwaches Funkfeld. Nähert man sich dem Ausstellungsstück, so reagiert der Empfänger auf das Signal des Identifiers und startet die im guidePORT gespeicherte passende Audiodatei“, sagt Thomas Kusche, Projektleiter Installed Sound bei Sennheiser.

 

Der Besucher kann sich völlig frei durch die Ausstellung bewegen. Egal, wohin er sich wendet und wie schnell oder langsam er geht, er bekommt immer zielgerichtete Informationen und ist auch vor Überraschungen nicht gefeit. So kommt es, dass man einige Besucher mitunter wild um sich schlagen sieht: „Vorsicht, eine Biene!“ Der Stereosound erzeugt einen so echten Klang, dass Illusion und Realität im Nationalpark Jasmund miteinander verschmelzen. „Die Technik der guidePORTs ermöglicht, dass die Audiodatei quasi sofort startet, wenn der Besucher an ein Exponat herantritt. Das ist wichtig, denn wir wollen ihn ja informieren und nicht ablenken. Außerdem sind die Überraschungseffekte dadurch viel wirkungsvoller“, sagt Kusche.

 
Eine Geschichte, verschieden erzählt

In der Jasmunder Erlebnisausstellung sind die Audio-Guides nicht einfach ein nützliches Accessoire, das den Besuch angenehmer macht. Die guidePORTs sind ein integraler Bestandteil der Ausstellung. Das heißt, ein Besuch ohne Audioführung ist natürlich möglich, aber nicht vorgesehen. Die über das guidePORT-System vermittelten Informationen und Soundeffekte schaffen eine Klammer, die dem Besucher das eigentliche Erlebnis mit allen Sinnen erst ermöglicht. Das erfordert einerseits eine sehr zuverlässige Technik, andererseits individuelle Lösungen. Denn den typischen Besucher gibt es in Jasmund nicht. Hierher kommen Deutsche genauso wie Japaner, Schüler wie Rentner und Berufstätige wie Familien mit Kindern. Im Speicher der Jasmunder guidePORTs finden sich daher Audiodateien für insgesamt sechs verschiedene Führungen: Erwachsene können die Ausstellung als spannende Exkursion, romantischen Spaziergang oder informativen Streifzug erleben. Extra für Kinder gibt es die Tour „Mimi und Krax“, bei der sie altersgerecht auf eine spannende Reise in die Kreidezeit geführt werden. Für beide Altersgruppen gibt es außerdem je eine englischsprachige Führung. Das guidePORT-System bietet mit seinen vielfältigen Möglichkeiten einen einfach umzusetzenden Mehrwert. Denn der Besucher entscheidet sich am Eingang für eine der Führungen und kann die Ausstellung so nicht nur ganz individuell, sondern beim nächsten Besuch auch wieder neu erleben.

 

Damit der Besucher die umfangreiche Ausstellung ungetrübt erleben kann, war bei der Installation des guidePORT-Systems viel Fingerspitzengefühl notwendig. Sennheiser arbeitete hierfür mit der Basis GmbH aus Wismar zusammen. „Die exakte Positionierung der Identifier hat einige Zeit in Anspruch genommen“, sagt Andreas Schult, Projektleiter für Konferenz- und Medientechnik bei der Basis GmbH. „Wir wissen ja nie, für welchen Weg ein Besucher sich entscheidet und haben jede Station in dieser Hinsicht mehrfach selbst getestet. Denn ob jemand einen Raum betritt oder verlässt, hat oft entscheidenden Einfluss auf die Art der Information, die er bekommt. Der Identifier muss also im Prinzip unterscheiden können, in welche Richtung der Besucher sich bewegt.“ Um die Reichweite der Funkfelder zu bestimmen, war weiteres Feingefühl notwendig, besonders bei eng aneinander grenzenden Ausstellungsstücken. Denn die gestartete Audiodatei läuft bis zum Ende weiter, auch wenn der Besucher das Funkfeld rund um den Identifier verlässt. Betritt er währenddessen ein neues Funkfeld, wird die laufende Audiodatei langsam ausgeblendet und die neuen Informationen starten. Wer nach rund zwei Stunden die Ausstellung des Nationalparks Jasmund wieder verlässt, passiert den letzten Identifier. Der löst einen Alarm aus, falls man vergessen hat, den guidePORT abzugeben. Kann ja passieren, nach dieser Verführung der Sinne.